Reisetagebuch Kenia - Tag 5 & 6

Tsavo East Nationalpark

Am Freitagmorgen wurden wir gegen 6.30 Uhr von Justin von D.M. Tours abgeholt. Heute geht es nach Tsavo East auf Safari. Es lagen 200 km und 4 Stunden Fahrt vor uns. Wir sind durch Ukunda durchgefahren und haben mit der Fähre nach Mombasa übergesetzt. Dann ging es durch Mombasa durch. Das Leben in der Stadt ist genauso so einzigartig und unvorstellbar wie auf dem Land. Es herrscht Linksverkehr und jeder fährt wie er möchte. Alles nach dem Motto „ wer zuerst da ist, fährt zuerst“. Es wird auf der Straße gekocht genauso wie der Müll dort entsorgt wird. Vom Müll ernähren sich die Rinder, Esel und Ziegen. Justin erklärte uns, dass Mombasa in ca. 6 Monaten komplett in weiß/blau erscheinen soll. Alle sind auch fleißig am Anstreichen. Es ist kaum vorstellbar, was für ein Betrieb auf den Straßen herrscht. Wir fuhren vorbei am Hafen auf einer Autobahn, die bei uns einer Landstraße ähnelt. Mitten auf der Autobahn stehen Verkäufer von Wasser und Nüssen. Wir haben noch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt und dann standen wir schon am Eingangstor von Tsavo.

Elefant

Der Eintritt wurde von Justin noch bezahlt und das Dach des Landrovers geöffnet und los ging es. Mit knapp 14000 qkm gilt Tsavo East als eines der größten Nationnalreservate. Uns begegneten auch gleich die berühmten Rotenelefanten. Im Park leben rund 12000 von den Dickhäutern. Auf der ersten Pirschfahrt sahen wir noch eine Büffelherde, Zebras, Paviane, Marabus und Antilopenarten. Gegen 13.00 Uhr kamen wir an der Ashnil Aruba Lodge an. Ein kurzes Einchecken und wir bekamen unsere Zimmer zugewiesen. Sie waren sehr schön eingerichtet und sauber mit sogar heißem Wasser . Unseres hatte wegen der Kinder eine Verbindungstür.  Mittags bekamen wir ein leckeres Buffet. Es gab Spareribs und Thunfisch vom Grill, einen Fleischtopf sowie verschiedene Gemüsesorten gekocht. Kuchen und Obst zum Nachtisch. An der Lodge selber versammelten sich nach und nach die Antilopen, Zebras und Büffel am Wasserloch. Wir endeckten einen Steppenwaran. Der war sehr beeindruckend. Um 16.00 Uhr ging es auf die nächste Pirschfahrt. Wir sahen Giraffen, Elefanten, Antilopen, verschiedene Vogelarten, Warzenschweine, Geier, Strauße, und die heißersehnte Katze, einen Löwen. Justin hatte hierfür extra eine Flasche Sekt mitgebracht. Alle waren zufrieden. In Tsavo gibt es verschiedene Vegetationen. Grasland, Steppe, Buschland und noch mehr.

Gegen 18.30 Uhr waren wir zurück. Am Abend gab es Baracuda und Rindersteaks vom Grill, Kartoffeln verschieden angemacht. Salate konnte man sich selbst zusammenstellen. Abends wurde ein Lagerfeuer gemacht. Wir sind früh schlafen gegangen. Am nächsten Morgen hieß es um 4.30 Uhr aufstehen. Um 6.00 Uhr gab es Frühstück.  Das war etwas gewöhnungsbedürftig. In Kenia gibt es auch schon zum Frühstück Gemüse. Aber es gab auch Brot, Marmelade und man konnte sich frisch Rührei, Spiegeleier oder Omelets zubereiten lassen. Allerdings gibt es keine Wurst und keinen Käse. Nach dem frühstücken haben wir ausgecheckt und sind auf zur nächsten Pirschfahrt. An der Lodge gab es jede Menge verschiedener Geckos und Affen. Auf der letzten Pirschfahrt begegneten uns Streifenmungos, Dickdicks, Elenantilopen, Schakale, Adler und verschiedene Gänse. Um 11 Uhr verließen wir Tsavo East wieder

Nach einer guten halben Stunden haben wir einen Stopp in der Sagala Lodge gemacht. Hier gab es ein Mittagessen. Es gab eine Gemüsesuppe, Beef Stroganoff, Curryhühnchen mit Reis, Mangold, Kartoffeln und Salat. Die Getränke hier und in Ashnil mussten selbst bezahlt werden. Softgetränke  wie Cola, Fanta lagen bei 160 ksh und Wasser bei 200-250 ksh. Nachdem wir das Dinner eingenommen hatten, fuhren wir noch 1 Stunde weiter und hielten an einem Massaidorf an

Besuch eines Massaidorfes

Wir zahlten für Erwachsene 15 Euro und Kinder bis 10 Jahren 10 Euro. Der Massai lud uns ein, ein Haus, das aus Kuhdunk hergestellt wird, von innen zu besichtigen. Die Häuser sind sehr dunkel. Es gibt eine Kochstelle, 1 Bett für die Eltern und 1 Bett für die Kinder. 1 Mann hat bis zu 7 Frauen. Je Frau gibt es 1 Haus. Die Massais haben  3 Brandmale im Gesicht. Auf Stirn und Wangen. Es werden große Löcher in den Ohren getragen. Massais sind Hirten. Heutzutage besuchen sie auch Schulen und die Tradition stirbt langsam aus. Uns wurde gezeigt, wie man Feuer aus Elefantendunk, Stroh und Holz aus den Bergen macht. Sie haben uns mit ihrem Gesang und Tanz beglückt und Schmuck selbst hergestellt. Damit wir die Feuerhölzer behalten durften, wurden noch einmal 3 Euro pro Holz fällig. Am 2. Tag der Safari hatten wir hatten wir viel Regen. Und es war kalt. Die lange Hose und Sweatjacke waren goldwert und auch das Mückenspray.

Kaffee war über beide Tage kostenlos genauso wie Tee. In den 2 Tagen haben wir einiges über Land und Leute erfahren. Gegen 17.30 Uhr waren wir zurück in der Villa. Rhoda hatte gefüllte Teigtaschen (mit Rinderhack) und Salat für uns gemacht. Das war ziemlich lecker. Es hat so geregnet, dass große Schüsseln aufgestellt wurden, weil es durchs Dach durchkam, an einigen Stellen.  Wir waren alle so k.o. von der Tour, dass wir gegen 21.00 Uhr schlafen gingen. Bevor wir ins Bett gingen, kam noch ein Affe vorbei, der unbedingt Futter haben wollte. Als Tim ihn verscheuchen wollte, nahm der Affe eine Drohhaltung ein und fauchte Tim an. Zum Glück ging der Affe aber wieder und ohne Futter.